Hallo!

 
Nachdem der Bundestag und der Bundesrat das diskriminierende Gesetz zur Körperbedeckung von Beamten und Beamtinnen am 07.05.2021 ohne Auseinandersetzung mit der Kritik an dem Gesetz und seinen Folgen verabschiedet hat
(vgl. https://www.bundesrat.de/DE/service/mediathek/mediathek-node.html;jsessionid=A5800D5CF95B964B1620CC4B4CE56E32.1_cid349?cms_id=2015041 ), halten wir die Forderung im Aufruf "#Unneutral" (siehe weiter unten auf dieser Homepage)  wie folgt aufrecht.

Wir fordern dazu auf, die verfassungsrechtliche und menschenrechtliche Kritik am Gesetz ernst zunehmen und mit einem Änderungsgesetz  die rechtliche Ermächtigungsgrundlage zum Erscheinungsbild von Beamt*innen zu konkretisieren, dass es sich an die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts und des Europäischen Gerichtshofes der Europäischen Union (EuGH) hält und die Menschenrechte der Betroffenen achtet.
Im Übrigen bleibt es bei dem Stand unserer Ausführungen.

Der aktuelle Stand der Unterschriftenliste findet sich weiter unten auf dieser Homepage
https://www.entschieden-gegen-rassismus-und-diskriminierung.de/ 


WIR STREITEN WEITER FÜR DIE MENSCHENRECHTE ALLER MENSCHEN

Jede*r kann einen Beitrag gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung leisten. Gemeinsam können wir viel gegen Ausgrenzung, Abwertung und Gewalt tun. Daher freuen wir uns über Kooperationen und gemeinsame Aktionen für ein solidarischeres Miteinander.
Das Team vom gemeinnützigen Verein Entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung e.V. in Bielefeld

#Unneutral
Feministisch-intersektionale Allianz fordert Berufsfreiheit für alle.
Am 23.04.21 wurde das "Gesetz zur Regelung des Erscheinungsbilds von Beamtinnen und Beamten sowie zur Änderung weiterer dienstrechtlicher Vorschriften“ (BT-Drs. 19/26839) im Bundestag verabschiedet. Am 07.05.2021 soll der Bundesrat dem Gesetz zustimmen.
Das Gesetz würde damit in Windeseile, ohne eine kritische Auseinandersetzung oder öffentliche Debatte im Bundestag, verabschiedet werden. Durch das Gesetz würde die rechtliche Ermächtigung geschaffen, Beamt*innen das Tragen von "bestimmten Kleidungsstücken, Schmuck, Symbolen und Tätowierungen" zu verbieten, auch dann wenn sie "religiös oder weltanschaulich konnotiert" sind. Das Gesetz hat daher mindestens Auswirkung auf das Tragen der Kippa von Juden und Jüd*innen, das Tragen des Kopftuches von Muslim*innen oder Christi*nnen (Ordensschwestern) und dem Tragen von Turbans der Sikhs.
Als Akteur*innen aus unterschiedlichen Kontexten - Feminist*innen, Rassismuskritiker*innen, Wissenschaftler*innen und Menschenrechtsaktivist*innen - setzen wir uns für intersektionale Gerechtigkeit und eine rassismusfreiere und sexismusfreiere Gesellschaft ein. Das Gesetz gefährdet die Berufsfreiheit, die Religionsausübung und die Selbstbestimmung von Menschen, die bereits von Rassismus und Diskriminierung betroffen sind und damit auch die Verfassungswerte dieses Landes, ohne diese Gefahren ausreichend zu berücksichtigen. Das Gesetz widerspricht dem Geist des Grundgesetzes und den menschenrechtlichen Verpflichtungen formuliert in der UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW), UN-Antirassismuskonvention (ICERD) und dem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul Konvention gegen Gewalt gegen Frauen).
Wir sehen das Gesetz zur Regelung des Erscheinungsbilds von Beamt*innen in seinem Inhalt und seinem Zustandekommen, das eine politische Debatte zu wünschen übrig lässt, daher als großen Rückschritt im Kampf für eine rassismusfreiere Gesellschaft an.
Das geplante Gesetz ist nicht neutral. Im Gegenteil, es ist unneutral: Es setzt die Diskriminierung insbesondere, aber nicht ausschließlich muslimischer Frauen, jüdischer Männer und Sikhs fort, die aus religiöser Überzeugung einer bestimmten Kleidungsvorschrift folgen.
Als solche bedient sie auch rassistische Zuschreibungen, denn sie beruht auf dem Trugschluss, dass ein Kleidungsstil neutral sei, während ein anderer dies nicht sei. Dabei werden nicht nur die Individualität und Werte der Träger*innen ausgeblendet, sondern auch die Ausdrucksform der Dominanzgesellschaft als neutrale Norm verstetigt, alles "Abweichende" als “unneutral“ ausgegrenzt. Zugang zum Beamtendienst sollten diejenigen Personen erhalten, die sich den Werten und dem Dienst an den Staat verschreiben und dies in Ausbildung und Praxis bewiesen haben. Einer bestimmten Personengruppe aufgrund ihres Erscheinungsbilds dieses Recht zu verwehren - obwohl die bisherige Praxis keinen Anlass gab - knüpft an das rassistische Muster an, dass man bestimmten Personen nicht vertrauen könne.
Neutralität ist nicht durch eine Verbannung des Religiösen aus der Öffentlichkeit zu erreichen. Die Folgen dieses Trugschlusses beobachten wir in Frankreich, das diese Richtung am aggressivsten umsetzt: Die Gesellschaft ist tiefer zerrissen denn je. Neutralität kann aber dadurch erreicht werden, dass alle Menschen – egal welcher religiösen Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit - gleichermaßen zu Berufen und Tätigkeiten zugelassen werden.
Insofern muss Neutralität aus einer rassismuskritischen und feministischen Perspektive die Vielfalt aller Ausdrucksformen – religiös wie nicht religiöse - und die Sichtbarkeit aller Menschen bedeuten.
Kopftuchverbote haben bedauerlicherweise eine lange Tradition der Unterdrückung und Diskriminierung. Nachdem insbesondere Betroffene über ein Vierteljahrhundert gegen diese Diskriminierung angegangen sind, hat das Bundesverfassungsgericht 2015 dem ein Ende bereitet. Es hat festgestellt, dass ein pauschales Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst nicht verfassungsgemäß ist. Mit dem aktuellen Gesetzesvorhaben, wird diese Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts unbeachtet gelassen.
Muslim*innen, Juden und Jüdinnen und Sikhs erleben systematisch sexistische und rassistische Diskriminierung in einem besonderen Maße. Im Alltag, in Institutionen, in Freizeit und Beruf. Das Gesetz ist Wasser auf die Mühlen derjenigen, die Muslim*innen, Juden und Jüdinnen und Sikhs tagtäglich ausgrenzen und anfeinden. Dass dieses Gesetz von der AfD mitgetragen wurde, ist insofern wenig verwunderlich.
Appell
Wir appellieren an den Bundesrat:

1. Dem Gesetz nicht zuzustimmen und ein neues Gesetzesverfahren zu initiieren. Das soll zum Inhalt haben, dass eine Ermächtigungsgrundlage zum Erscheinungsbild von Beamt*innen dahingehend konkretisiert wird, dass es sich an die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts hält.

2. Darüber hinaus bedarf es einer öffentlichen Debatte, unter Beteiligung der parlamentarischen Opposition und der allgemeinen Öffentlichkeit. Ein solch gewichtiger Eingriff in Verfassungswerte, ohne eine gesellschaftspolitische Debatte, entspricht nicht dem demokratischen Geist der Bundesrepublik.

3. Seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und als positives Beispiel und mit großer Symbolwirkung für eine rassismusfreiere Gesellschaft voranzugehen.

4. Das Gebot der Neutralität nicht zu instrumentalisieren. Maßnahmen, die seiner Wahrung dienen, müssen wissenschaftlich untermauert werden.

5. Repräsentation sicherzustellen, sowohl bei der Verabschiedung solcher Normen als auch in der Beamtenschaft und im öffentlichen Dienst.

Erstunterzeichnende:
Prof. Dr. Cefli Ademi, Universität Münster
Prof. Dr. Iman Attia, Alice Salomon Hochschule Berlin
Karima Benbrahim, Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit NRW e. V.
Ines Wafa Boebers – Salim, Interkulturelles Institut für Inklusion e.V.
Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning, Universität Duisburg-Essen
Prof. Dr. Maria Do Mar Castro Varela, Alice Salomon Hochschule Berlin  
Derya Coban, Studentin
Alma Danovic
Ermin Danovic
Sonay Davulcu, Stand up gegen Rassismus, gemeinnütziger Verein
Dr. jur. Barbara Degen, Autorin, Bonn
Sevim Dik, Entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung e.V.
Ilyas El-Bouhamouchi, Mosaik e.V., Münster
Hafssa El-Bouhamouchi, Rassismusmuskritisches Netzwerk für Berufsfreiheit, Bielefeld
Nicole Erkan, Muslimisches Familienbildungszentrum – MINA e.V. / AMuRa- Servicestelle zur Sensibilisierung für Antimuslimischen Rassismus und zur Stärkung der intersektionale Feminismen
Hanim Ezder, Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. 
Prof. Dr. Karim Fereidooni, Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung an der Ruhr-Universität Bochum 
Prof. Dr. Naika Foroutan, Humboldt Universität Berlin
Yasmina Gandouz-Touati, Fachhochschule Bielefeld  
Jessica Gedamu, Springer Nature

Cristin Gießler, wiss. Mitarbeiterin KoFaS  

Alice Grindhammer, Systemischer Coach und Gründerin
Kübra Gümüşay, Autorin  
Fatima Hammoud, Rechtsreferendarin am LG Hagen  

Semsada Hedzic
Amir Hedzic 

Prof. Dr. Asiye Kaya, Hochschule Mittweida 

Prof. Johanna Kaiser, Alice Salomon Hochschule Berlin 
Prof. Dr. Annita Kalpaka, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Fakultät Wirtschaft & Soziales, Department Soziale Arbeit
Dr. Ibrahim Kanalan, Universität Bielefeld
Özcan Karadeniz, Verband binationaler Familien und Partnerschaften – Leipzig, Mitglied im Unabhängigen Expertenrat Muslimfeindlichkeit des BMI 

Dr. med. Hatun Karakaş, Ärztin in der Innere Medizin und Influencerin
Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu, Fachgebiet Interkulturelle Bildung, Universität Bremen
Dr. Natasha Kelly, Wissenschaftlerin und Autorin
Prof. Dr. Tanja Kleibl, Professorin für Social Work, Migration and Diversity, HaW Würzburg-Schweinfurt  
Catherine Knauf, Referentin Öffentlichkeitsarbeit KoFaS   
Panajoti Koça, Dozent an der DHBW  
Katharina König-Preuss, MdL DIE LINKE Thüringen 
Malika Mansouri, Universität Bielefeld / Kompetenzverbund Antimuslimischer Rassismus NRW
Prof. Dr. Paul Mecheril, Uni Bielefeld
Prof. Dr. Claus Melter, Fachhochschule Bielefeld/ Entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung e.V.
Prof. Dr. Sina Motzek-Öz, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Wolfenbüttel
Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer Goethe-Universität 
Sharon Dodua Otoo, Autorin.
Prof. Dr. Katja Neuhoff, Hochschule Düsseldorf
Prof. Dr. Marei Pelzer, Hochschule Fulda - University of Applied Sciences

Dr. Jennifer Petzen, Independent Scholar 

Prof. Dr. Nivedita Prasad, Alice Salomon Hochschule Berlin
Isidora Randjelović, Feministisches Romnja* Archiv - RomaniPhen e.V. 

Dr. Emilia Roig, Center for Intersectional Justice (CIJ)  
Aljma Sabani - Krankenschwester Universitätsmedizin Mainz  

Arta SabaniTätig als Sachbearbeiterin beim Statistischen Bundesamt, Wiesbaden

Prof. Dr. Kirsten Sander, Hochschule Bremen
Prof. Dr. Susanne Spindler, Hochschule Düsseldorf  
Katharina Schitow, Universität Bielefeld 
Prof. Dr. Barbara Schramkowski, Duale Hochschule Baden-Württemberg/Sprecherin Fachgruppe ‚Flucht, Migration, Rassismus- und Antisemitismuskritik‘ der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit 
Christian Suhr, About People
Münevver Toktas, Rechtsanwältin, Köln
Iris Rajanayagam, Lehrbeauftrage an der Alice Salomon Hochschule Berlin
Tuğba Uyanık, Rechtsanwältin, Hamburg  
Beate Vinke, HS Düsseldorf 
Prof. Dr. Constantin Wagner, Universität Mainz
Prof. Dr. Júlia Wéber, Hochschule Neubrandenburg
Prof. Heidemarie Winkel, Universität Bielefeld

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

12.05.2021 um 19 Uhr: Online-Eröffnung der Ausstellung "Krankenmorde und Deportationen aus Bielefeld und Bethel im Nationalsozialismus" Erstellt von der Forschungsgruppe Bethel im Nationalsozialismus an der Fachhochschule Bielefeld.   

Mittwoch 12.05.2021, 19:00 - 21:00 Uhr  

ZOOM-Link zur Veranstaltung: 

https://fh-bielefeld.zoom.us/j/99576826986?pwd=eFV0eThBcllPV1pGcUlaWFJlaWtIUT09 


Nach einer Einführung in zentrale Inhalte und Fragen der Ausstellung zu Deportationen und der Tötung von jüdischen und nicht-jüdischen Personen aus Bethel und Bielefeld wird die Ausstellung ONLINE gestellt und die Teilnehmenden können die Ausstellung besichtigen. Im zweiten Teil werden Gedanken, Eindrücke und Fragen von Teilnehmenden mit dem Ausstellungsteam besprochen.
19:00 bis 19:30 Begrüßung und Einführung
19:30 bis 20:00 Online-Besichtigung der Ausstellung durch Teilnehmende
20:00 bis 21:00 Uhr Gedanken, Eindrücke und Fragen zur Ausstellung

ZOOM-Link zur Veranstaltung:
https://fh-bielefeld.zoom.us/j/99576826986?pwd=eFV0eThBcllPV1pGcUlaWFJlaWtIUT09
Ab Mittwoch 12.05.2021 um 19 Uhr  ist die Ausstellung dann unter
www.krankenmorde-deportationen-bielefeld.de
zu sehen.

 

Gemeinsam mehr erreichen

Entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung e.V.
Wir sind ein Verein in Bielefeld und wir beraten Personen,
die sich gegen erlebte Diskriminierung und erlebten Rassismus einsetzen.
Erreichbar sind wir 
unter der Telefonnummer 0 178 3124644 

 und unter der Mailadresse rassismuskritisch@googlemail.com
Menschen, die sich gegen Rassismus vor Gericht wehren, brauchen Unterstützung!!!
Konto: S. Dik/ Betreff: Entschieden gegen Rassismus       DE72 4306 0967 4134 4571 00

News

Rassistische Gewalt gegen Menschen mit zugeschriebener Migrationsgeschichte und Geflüchteten. Diskriminierungspraxen im öffentlichen Leben, seitens der Justiz, der Behörden und im Bildungssystem. Die systematische Diskriminierung von People of Color und der immer stärker werdende antimuslimische Rassismus. Die Demonstrationen der AfD, die gegen die bestehende Vielfalt in der Gesellschaft hetzt, sowie der vielfach Tod bringende Rechte Terror. - All Dies erfordert von uns ein stärkeres Ausmaß an Einsatz und vielfältigen Widerstandsstrategien. Unsere gemeinsame Entschiedenheit gegen Diskriminierung, Rassismus und Nationalismus!

Entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung - EgRD e.V.
ist ein Verein der aktiv gegen jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung auf gesellschaftlicher, politischer, personaler und institutioneller Ebene vorgeht. Aus den letzten Jahren konnten wir für uns folgende Zielsetzungen und Strategien zur Unterstützung von Menschen mit Rassismus-und Diskriminierungserfahrungen erarbeiten:
Beratung, Begleitung Unterstützung Wir unterstützen, beraten und begleiten Menschen die Diskriminierungserfahrungen gemacht haben. Unser vielfältiges Team ermöglicht es uns dabei, Menschen auf vielerlei Ebenen zu unterstützen. So auch vor Gericht oder bei Diskriminierungserfahrungen im öffentlichem Leben oder durch Institutionen.

Schulprojekte
Empowerment sowie die stetige Sensibilisierung und Stärkung von jungen Menschen ist uns sehr wichtig. So konnten wir mit der Methode eines World-Cafes bereits in und außerhalb von Schulen zu den Themen Diskriminierung, Rassismus und Menschenrechtsverletzung arbeiten. Wir sprechen mit den jungen Menschen offen über ihre eigenen Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen, können ihr Bewusstsein stärken, sie sensibilisieren und ihre politische Bildung fördern.
Dokumentation
Anonymisiert können wir diskriminierende und rassistische Erlebnisse von Menschen dokumentieren um mit diesen an die Öffentlichkeit heranzutreten. Durch diese Erfahrungsberichte stellen wir Forderungen auf regionalpolitischer und institutioneller Ebene.

Öffentlichkeitsarbeit
Wir planen und organisieren Veranstaltung, Lesungen und Fachtagungen. Wir veröffentlichten und veröffentlichen Artikel über die Diskriminierungserfahrungen in Gerichtsprozessen, waren Mitherausgeber des Buches „Pädagogik im globalen postkolonialen Raum“ und treten regelmäßig auf Veranstaltungen in Kooperation mit verschiedenen Vereinen auf.
Netzwerkarbeit
In den letzten Jahren konnten wir uns ein starkes soziales Netzwerk mit diversen Vereinen, vielen Kooperationpartner*innen und engagierten Menschen aufbauen, auf welches wir jederzeit zurückgreifen können. Dies ermöglicht es uns professionell auf eine Vielfallt an Herausforderungen zu reagieren, um Menschen zu unterstützen.
Fortbildungen
Wir bilden uns auf juristischer Ebene aus, um People of Color* professionell beraten und unterstützen zu können. Zudem sind wir stets selbstkritisch uns und gesamtgesellschaftlichen Strukturen gegenüber. Kein Mensch ist frei von Rassismus, weshalb es auch bei uns stetige Sensibilisierungsarbeit und Fortbildungen braucht.



Dringender Unterstützungsaufruf!
 Geld für Prozess gegen Rassismus benötigt! Skandalöses Gerichtsurteil gegenüber ausgeübtem Rassismus in der Stadt Bielefeld! Zeit für solidarisches Handeln gegen Rassismus. 
Es ist nicht gerecht, aufgrund seiner zugeschriebenen Ethnie oder mittels rassistischer Zuschreibungen diskriminiert zu werden, denn diese Diskriminierungen verletzen die Menschenwürde und sind mit schmerzhaften Gefühlen verbunden. Daher ist es eher selten, dass Menschen die diskriminiert wurden vor Gericht gehen und klagen. 
Ein Mann in Bielefeld war so mutig und hat nach massiven rassistischen Diskriminierungen durch Vorgesetzte in einer Bielefelder Behörde geklagt! Denn zum Glück bestehen seit 1948 die Menschenrechte und seit 2006 in der BRD das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz! Abgesehen davon hat es niemand verdient, diskriminierend erniedrigt zu werden!

Doch was passierte? Dieser mutige Kläger verliert in erster Instanz vor dem Arbeitsgericht, obwohl Kolleg*innen in einem Protokoll mit ihren Unterschriften den Rassismus seitens der Chefin bezeugt hatten. Wie reagierte die Stadt, die sich mit den Wochen gegen Rassismus schmückt und Mitglied in der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus ist? Angeklagte und der Bürgermeister  der Stadt leugneten Rassismus in der städtischen Institution. Zudem wurde der diskriminierten Person die Arbeitsstelle gekündigt!  Im Landesarbeitsgericht Hamm ging der Schein weiter: Es würde kein Rassismus vorliegen. Die Zeug*innen, welche die massiven Diskriminierung bestätigen konnten, wurden nicht eingeladen Die Berufung wurde nicht zugelassen! Und vom Bundesarbeitsgericht wurde die Nicht-Zulassungsbeschwerde zurückgewiesen, wegen angeblicher formaler Fehler.
Was für ein Zeichen soll das sein? 
„Du sitzt am kürzeren Hebel, halt lieber den Mund?“, „Wir können tun und lassen was wir wollen!“ Nun ist es an uns, solidarisch zu handeln und Geld für die entstandenen Prozesskosten in Höhe von 3.000 Euro zu sammeln, um die Person zu unterstützen, die offensiv gegen Rassismus in der Stadt Bielefeld gekämpft hat! Wer sich gegen Rassismus wehrt, darf nicht dafür bestraft werden!
Als Zeichen gegen das Unrecht und als Zeichen der Solidarität möchten wir für den mutigen Kläger Geld für die entstandenen Prozesskosten sammeln! Denn die Menschenrechte müssen ernst genommen werden!
Wir brauchen eure Solidarität gegen Rassismus!
EmpfängerIn:  Sevim Dik: Entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung, Rassismus in der Stadt Bielefeld
IBAN: DE72 4306 0967 4134 4571 00
   



Shetani - Filmvorführung

Montag, 16.12.19, 18:00 Uhr, Welthaus Bielefeld
Breaking the Silence – Film- und Diskussionsveranstaltung zum Ende des deutschen Kolonialreichs vor 100 Jahren
Zum Abschluss der Sonderausstellung „Breaking the Silence – Der Zorn des Mdachi bin Sharifu“ zum deutschen Kolonialismus in Ostafrika, die noch bis zum 8.12.2019 in der FH Bielefeld zu sehen ist, präsentieren die Vereine "Entschieden gegen Rassismus" und "Berlin Postkolonial" im Welthaus Bielefeld den Dokumentarfilm Shetani (D, 2019). Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zum Austausch mit dem tansanischen Protagonisten Mnyaka Sururu Mboro und der Regisseurin Niwa Ehrlich aus Köln.

Film: Vor über 40 Jahren erhält Mnyaka Sururu Mboro den Auftrag, den Kopf des tansanischen Widerstandskämpfers Mangi Meli in Deutschland zu finden und in seine Heimat zurückzubringen. Mangi Meli wurde 1900 von deutschen Kolonialisten erhängt und sein Kopf zur Rassenforschung nach Deutschland verschifft. Von Berlin aus beginnt für Mboro eine jahrzehntelange und bislang erfolglose Suche in einem Netz ethnologischer Sammlungen und Institutionen.
In Kooperation mit bielefeld postkolonial.
Eintritt frei.


Am 16.12.2019 um 18 Uhr  Film "Shetani" mit Diskussion zu Tansania, deutscher Kolonialismus und Widerstand im Welthaus, August Bebel Strasse 62, Bielefeld 
Mit Herrn Mboro

Ausstellung gegen antimuslimischen Rassismus
vom 18. November 2019 bis zum 08. Dezember 2019
in der Fachhochschule Bielefeld,
Interaktion 1, 33619 Bielefeld, Eingangsbereich,
S-Bahnstation Wellensiek (Linie 4, Richtung Lohmannshof)

Das Islamische Zentrum Gütersloh e.V. in Kooperation mit dem Verein „Entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung e.V.“ setzt sich in der Ausstellung gegen antimuslimischen Rassismus mit den subtilen Formen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Kontext der Zuschreibungen und Konstruktionen der Dämonisierung von Gruppen auseinander. Mit der Ausstellung soll ein Raum geschaffen werden, in dem Betroffene zu Wort kommen und selbstermächtigt ihre Erfahrungen deuten. Der Eintritt ist frei.

Am Mittwoch 20.11.2019 findet von 16 bis 18 Uhr eine Veranstaltung an der FH Bielefeld im Raum B343 zur Eröffnung der Ausstellung statt, wo Yasmina Gandouz-Touati einen einführenden Vortrag hält und Julya Ibrahim im Anschluss die Ausstellung offiziell eröffnet.

------------
Zweite Ausstellung
Breaking the Silence I - Der Zorn des Mdachi bin Sharifu
vom 18. November 2019 bis zum 08. Dezember 2019
in der Fachhochschule Bielefeld,
Interaktion 1, 33619 Bielefeld, Eingangsbereich,
S-Bahnstation Wellensiek (Linie 4, Richtung Lohmannshof)

Im Herbst 1919, kurz nach Deutschlands endgültigem Verlust seiner Kolonien, tritt ein ostafrikanischer Sprachlektor namens Mdachi bin Sharifu in mehreren deutschen Städten als Redner über „Unsere koloniale Vergangenheit“ auf. In Berlin, Erfurt, Cottbus und Hamburg ist es das erste Mal, dass ein Schwarzer zu diesem Thema das Wort ergreift. Doch nicht allein deshalb rufen seine Auftritte im ‚weißen‘ Publikum heftige Reaktionen hervor. Auch das, was er berichtet, ist für viele eine einzige Provokation. Ausgehend von ausgewählten Original-Fotografien aus der Sammlung des Plantagenbesitzers Karl Vieweg in "Deutsch-Ostafrika", welche die Botschaft Tansanias zur Verfügung gestellt hat, hinterfragt die Wanderausstellung von Berlin Postkolonial den langlebigen Mythos von der Loyalität der Kolonisierten zum deutschen Kaiserreich.
Eröffnung: 18.11.2019 um 18 Uhr in Raum B245 Fachhochschule Bielefeld, Interaktion1, 33619 Bielefeld
Einführung: Christian Kopp (Berlin Postkolonial)
Gespräch: Vitali Kazimoto & Mnyaka Sururu Mboro (Berlin Postkolonial)
Moderation: Lucy Hall                           
  Der Eintritt ist frei.
Kooperationspartner: Entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung e.

Entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung e. V. hat
zusammen mit maiz in Linz und COMPA in Bolivien ein Buch herausgegegen:
Pädagogik im globalen  postkolonialen Raum
Bildungspotenziale von Dekolonisierung und Emanzipation
https://www.beltz.de/fachmedien/sozialpaedagogik_soziale_arbeit/buecher/produkt_produktdetails/37938-paedagogik_im_globalen_postkolonialen_raum.html

Über uns

Wir sind diskriminierungs- und rassismuserfahrene Personen und in
Diskriminierungs- und Rassismusverhältnissen bevorteilte Personen,
die sich seit 2017 treffen. Wir unterstützen Personen, die sich gegen Diskriminierung und Rassismus wehren